ÜA Zertifizierung für Kunex-Produkte

Gemäß gesetzlicher Verordnung müssen alle ab dem 01.01.2004 eingebauten Feuerschutztüren bzw. Feuerschutzelemente verpflichtend mit dem ÜA-Zeichen versehen sein. Ab 04.05.2010 dürfen für diesen Bereich nur noch Bauprodukte nach der neuen EN-NORM 1634 in Verkehr gebracht werden. Der Einbau von gemäß der vor diesem Zeitpunkt gültigen ÖNORM B 3850 geprüften Produkte ist ab diesem Stichtag nicht mehr zulässig. Zuwiderhandlungen werden je Bundesland mit bis zu 40.000,- Euro Strafe belegt. Die Anbringung des Kennzeichens darf nur durch hierfür zertifizierte Unternehmen erfolgen.

ÜA Unterlagen im Detail

> ZERTIFIZIERUNGSANMELDUNG FEUERSCHUTZ EI30 (Tischler ÜA)
> ZERTIFIZIERUNGSANMELDUNG RAUCHSCHUTZ Sm (Tischler ÜA)
> ÜA-ORDNER (Inhalt/Gesamt)
> PRODUKTIONSANKÜNDIGUNG (Auszug ÜA-Ordner)
> Q-MANUAL (Auszug ÜA-Ordner)
> TÜRSCHLIESSER-BEFREIUNG (Auszug ÜA-Ordner)
> STAHLZARGEN-EINBAU (Auszug ÜA-Ordner)
> BESTELLFORMULAR ÜA-KLEBER (Auszug ÜA-Ordner)

ALLGEMEINE INFORMATIONEN: Wege zum ÜA-Zeichen 

Weg 1

Ein Betrieb lässt sein eigenes Produkt prüfen und erhält dadurch eine eigene Zertifizierung, die ihm   völlige Unabhängigkeit gewährleistet
(praktikabel nur für Hersteller, Kostenpunkt ca. EUR 15.000,-- je Produkt).

Weg 2

Ein Betrieb kauft Feuerschutzrohlinge und Komponenten zu und komplettiert diese gemäß ÜA-Zeichenträger (= Kunex).

Ein Betrieb kauft fertige Feuerschutzelemente zu und versieht diese mit selbst zugekauften Beschlägen und Zubehör (prüfzeugniskonform).
 
Ein Betrieb assembliert Feuerschutztüren (inklusive aller notwendigen Beschläge und Zubehör) und montiert diese in bereits vorhandene Stahlzargen (prüfzeugniskonform).

Bei jeder dieser Varianten im Weg 2 muß der Betrieb sein ÜA-Zeichen anbringen und daher auch über ein eigenes ÜA-Zeichen verfügen.

Weg 3

Ein Betrieb kauft eine komplett fertige Feuerschutztür (mit fertig lackierter Oberfläche, inkl. sämtlicher  notwendigen Beschlagsteile, Sichtbeschlag und Türschließer) inklusive Fertigzarge zu und beschränkt sich lediglich auf das Versetzen gemäß beigepackter Montageanleitung.

Es dürfen keinerlei Veränderungen (wie z.B. Aufleistungen oder Spionbohrung) am Produkt vorgenommen werden. Diese Fertigprodukte sind bereits mit dem ÜA-Zeichen des Herstellers versehen.

Zertifizierungsablauf

In der Praxis wird in den meisten Fällen der Weg 2 die einzig zielführende Vorgangsweise sein.  Der Zertifizierungsablauf sieht eine verbindliche, eintägige Schulung vor. Schulungsinhalte sind ein feuerschutzspezifischer sowie rechtlicher Vortrag seitens des IBS (Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung) sowie eine produktspezifische Ausbildung durch KUNEX. 

Für den Kunex Teil an dieser Schulung entstehen Ihnen natürlich keine Kosten. 

Am Ende des Schulungstags wird den Teilnehmern ein Einreichdokument übergeben, mit welchem bei der Zertifizierungsstelle ISC (Institut für Sicherheit und Conformität im Brandschutz GmbH) der ÜA-Antrag gestellt  werden kann.

Damit die Verträge rechtsgültig unterfertigt werden können ist es notwendig, dass an der Ausbildung unbedingt eine zeichnungsberechtigte Person teilnimmt.

Zertifizierungskosten

Das IBS bzw. ISC verrechnet für die Ausbildung, Verträge und Überwachung folgende Kosten:

> Erstinspektion/Fremdüberwachungsbesuch (IBS / ca. alle 2 Jahre): EUR 630,-- 
(je Fremdüberwachungsbesuch) **)
> Ausstellung der Überwachungsverträge E30-C/EI230-C (IBS): EUR 336,--
(einmalige Kosten)
> Ausstellung des ÜA Zeugnisses (ISC): EUR 435,-- (einmalige Kosten)
> Jährliche ÜA-Betreuungsgebühr (ISC / ab. 2.Jahr): EUR 226,-- (jährlich, ab 2.Jahr)
> Inspektionsbericht: EUR 230,--        

 

*)  kommt nicht mehr zur Anwendung, wenn bereits eine Zertifizierung für einen anderen Hersteller besteht     
**)  Kosten je Überwachung EUR 168,--, wenn bereits eine Zertifizierung für einen anderen Hersteller besteht